Programm

Mit dem Programm Mobile Heizungen ermög­licht die Stiftung KliK den Einsatz von klima­freund­lichen mobilen Pelle­t­hei­zungen zu markt­fä­higen Kondi­tionen

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Mobile Heizungen werden auf Baustellen zur Bauheizung und -trocknung, im Event­be­reich zur Zeltbe­heizung und in der Landwirt­schaft zur Heutrocknung einge­setzt.

Die Einsatz­orte sind in der Regel nicht wärme­iso­liert oder befinden sich unter freiem Himmel. Der Brenn­stoff­ver­brauch, um die nötige Heizenergie zu erzeugen, ist nicht nur enorm, sondern der grösste Teil der Energie verpufft auch unge­nutzt in die Atmo­sphäre. Da mobile Heizungen meist mit Heizöl betrieben werden, verur­sachen sie hohe CO₂-Emissionen: schweizweit werden jährlich schät­zungs­weise mehr als 300'000 Tonnen CO₂ emittiert – Tendenz steigend.

Seit einigen Jahren sind auf dem Schweizer Markt mit Holzpellets betrie­bene mobile Heizungen, als klima­freund­liche Alter­na­tive zu konven­tio­nellen mobilen Heizge­räten erhältlich. Die Stiftung KliK fördert deren Einsatz und redu­ziert damit erheb­liche Mengen an CO₂.

Förder­bei­träge

Klima­freund­liche Heizge­räte erwerben lohnt sich für Unter­nehmen, welche solche Geräte vermieten oder für den Eigen­ge­brauch einsetzen. Die damit in der Schweiz erzielten Reduk­tionen von CO₂-Emissionen erwirbt die Stiftung KliK in Form von Beschei­ni­gungen, welche vom Bundesamt für Umwelt BAFU dafür ausge­stellt werden.

Luftge­führte Geräte:
Vergütung 80 Franken pro redu­zierte Tonne CO₂, entspricht ca. 2.2 Rp/kWh erzeugte Wärme.

Wasser­ge­führte Geräte:
Vergütung 140 Franken pro redu­zierte Tonne CO₂, entspricht ca. 3.9 Rp./kWh erzeugte Wärme.

Die Förder­bei­träge ermög­lichen es den Gerä­te­be­sitzern die Inve­sti­ti­ons­kosten schneller zu amorti­sieren sowie die  Geräte zu attrak­ti­veren Kondi­tionen zu vermieten.

Liste der Teilnehmer

Vorhabentitel
Wirkungsbeginn
Erwartete Bescheinigungen bis 2030
Ausgestellte Bescheinigungen bis 2017
03.12.2015
750 tCO₂e
100 tCO₂e
28.03.2017
2'518 tCO₂e
178 tCO₂e
01.01.2016
668 tCO₂e
18 tCO₂e
01.12.2016
664 tCO₂e
14 tCO₂e
01.12.2016
656 tCO₂e
6 tCO₂e
04.12.2016
714 tCO₂e
64 tCO₂e
03.12.2015
4'901 tCO₂e
201 tCO₂e
26.10.2016
680 tCO₂e
30 tCO₂e
14.08.2015
1'597 tCO₂e
297 tCO₂e
29.11.2016
670 tCO₂e
20 tCO₂e
10.12.2015
698 tCO₂e
48 tCO₂e
24.11.2015
692 tCO₂e
42 tCO₂e
24.11.2015
7'417 tCO₂e
417 tCO₂e
20.10.2015
1'382 tCO₂e
82 tCO₂e
10.09.2015
2'316 tCO₂e
366 tCO₂e
17.10.2014
108'898 tCO₂e
10'698 tCO₂e
01.12.2017
658 tCO₂e
8 tCO₂e

Einsatz­ge­biete mobiler Heizungen

Baustelle Else-Züblin- Strasse, Zürich (ZH)8 luftgeführte Heizgeräte à 120kW der Firma Roth-Kippe AG4 Monate im Einsatz
Baustelle Else-Züblin- Strasse, Zürich (ZH)
8 luftgeführte Heizgeräte à 120kW der Firma Roth-Kippe AG
4 Monate im Einsatz
Wohnüberbauung Im Erli, Lyss (BE)1 wassergeführtes Heizgerät à 200 kW der Firma Pellet Mobil GmbH4.5 Monate im Einsatz
Wohnüberbauung Im Erli, Lyss (BE)
1 wassergeführtes Heizgerät à 200 kW der Firma Pellet Mobil GmbH
4.5 Monate im Einsatz
Bülachguss Baubereich 5, Bülach (ZH)2 wassergeführte Heizgeräte à 200kW der Firma Pellet Mobil GmbH4.5 Monate im Einsatz
Bülachguss Baubereich 5, Bülach (ZH)
2 wassergeführte Heizgeräte à 200kW der Firma Pellet Mobil GmbH
4.5 Monate im Einsatz
Beheizung Neubau Autobahntunnel A16, Loveresse (BE)2 luftgeführte Geräte à 170kW der Firma Mobil in Time AG3 Wochen im Einsatz
Beheizung Neubau Autobahntunnel A16, Loveresse (BE)
2 luftgeführte Geräte à 170kW der Firma Mobil in Time AG
3 Wochen im Einsatz
Baustelle Lädrach Otto AG, Worb (BE)1 luftgeführtes Heizgerät à 150kW der Firma ASS Spiess GmbH1 Woche im Einsatz
Baustelle Lädrach Otto AG, Worb (BE)
1 luftgeführtes Heizgerät à 150kW der Firma ASS Spiess GmbH
1 Woche im Einsatz
Event Winterzauber, Thun (BE)1 luftgeführtes Heizgerät à 150kW der Firma ASS Spiess GmbH5 Wochen im Einsatz
Event Winterzauber, Thun (BE)
1 luftgeführtes Heizgerät à 150kW der Firma ASS Spiess GmbH
5 Wochen im Einsatz

Ihre Vorteile

Hohe Flexibilität
100% CO₂-neutral
Keine Bewilligung nötig
Einfache Bedienung
Zukunftssichere Investition
Kostengünstig durch Förderung der Stiftung KliK

Teilnahme

Vom Antrag zur Auszahlung

  1. Bestimmung des Förder­bei­trags mit Beitrags­rechner
  2. Regi­strierung und Login in die Projekt­ver­waltung
  3. Einrei­chung des Antrags durch den Anla­gen­käufer VOR der Gerä­te­be­stellung. Ein Antrag pro Bestellung.  
  4. Prüfung der Erfüllung der Teilnah­me­be­din­gungen durch die Stiftung und Ausstellen des Vertrags
  5. Erfassung der Nachweis­do­ku­mente in der Projekt­ver­waltung nach Erhalt der Bestellung
  6. Inbe­trieb­nahme der Geräte, Foto­auf­nahmen des Betriebs­stunden- und Brenn­stoff­zählers
  7. Jährliche Angabe der Zähler­stände und weitere Angaben für das Moni­toring über die Projekt­ver­waltung
  8. Veri­fi­zierung der berech­neten Emissi­ons­re­duk­tionen und allfäl­lige Stich­proben durch unab­hän­gige Prüfstelle
  9. Prüfung der berech­neten Emissi­ons­re­duk­tionen und Ausstellung von Beschei­ni­gungen durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU)
  10. Jährliche Auszahlung der Förder­bei­träge

Teilnahme

Teilnahmebedingungen

Folgende Teilnah­me­be­din­gungen müssen kumu­lativ erfüllt sein:

  • Anmeldung zum Programm VOR Gerä­te­be­stellung
  • Die Kosten für die Beschaffung der Geräte sowie allfällig erhal­tene nicht rückzahl­bare staat­liche Förder­bei­träge werden der Stiftung mitge­teilt (die Angaben werden vertraulich behandelt).
  • Keine CO₂-Brenn­stoff­abga­be­be­freiung
  • Vollstän­dige Übertragung des ökolo­gi­schen Mehrwerts (CO₂-Einsparung) an die Stiftung KliK


Folgende Förder­be­din­gungen werden nach der Aufnahme ins Programm jährlich geprüft:
  • Der Betrieb des Geräts ist ohne Förderung nicht rentabel (massgeblich abhängig von Ölpreis)
  • Einsätze ausserhalb der Schweiz werden nicht gefördert
  • Kanton BS: Keine Förderung von Einsätzen an Events, die länger als 14 Tage andauern
  • Kanton GE: Keine Förderung von Einsätzen an Events und auf Baustellen zur Baube­heizung (Bau- und Fassa­den­trocknung erlaubt)
Anforderungen an Geräte
  • mobile Geräte
  • Brenn­stoff ausschliesslich Holzpellets
  • Nennlei­stung 50-250 kW
  • Wärme­ver­teil­system mit Luft oder Wasser
  • Betriebs­stun­den­zäher
  • Brenn­stoff- oder Wärme­zähler
  • Einhaltung LRV-Grenz­werte für statio­näre Anlagen:
    CO (500mg/m³), NOx (250mg/m³) und Staub (50mg/m³)
Ausschluss BS und GE

Die kanto­nale Gesetz­gebung verbietet den Einsatz von fossilen mobilen Heizungen in diesen Einsatz­be­reichen bereits, weshalb hier keine Emissi­ons­ver­min­de­rungen geltend gemacht werden können.

Teilnahme

Nachweisdokumente

Nach Erhalt der Bestellung:

  • Bestell­do­kument
  • Rechnungs­do­kument
  • Stand Brenn­stoff-/Wärme­zähler und Betriebs­stun­den­zähler vor Inbe­trieb­nahme inkl. Nachweis­fotos
  • Foto Gesamt­auf­nahme Gerät und Typen­schild
  • Mietvertrag oder AGBs mit Bestä­tigung, dass der Mieter sich den ökolo­gi­schen Mehrwert nicht zusätzlich vergüten lässt.


Bei neuen Gerä­te­typen:

  • Nachweis Wärme­ver­teil­system
  • Nachweis Nennwär­me­lei­stung
  • Nachweis Brenner­re­gelung
  • Nachweis Brenn­stoff
  • Prüfbe­richt zur Einhaltung der LRV-Grenz­werte für statio­näre Anlagen: CO (500mg/m³), NOx (250mg/m³) und Staub (50mg/m³)
  • Nachweis Messme­thode bei Brenn­stoff­zähler (z.B. Messungen Brenn­stoff­durchsatz einer Förder­schnecke)

Teilnahme

Monitoring

Im Rahmen des jährlichen Moni­to­rings berechnet die Stiftung KliK die erzielten Emissi­ons­re­duk­tionen eines Kalen­der­jahres und prüft, ob die Geräte ohne Förderung unren­tabel wären.


Folgende Angaben liefert der Programm­teil­nehmer jeweils bis 31. Januar des Folge­jahres:

  • Stand Betriebs­stun­den­zähler per 1. Januar mit Foto­nachweis
  • Stand Brenn­stoff­zähler per 1. Januar mit Foto­nachweis
  • Anzahl Miettage mit Nachweis
  • Bestä­tigung Einsatzort


Die Angaben können während der anschlies­senden Veri­fi­zierung durch eine unab­hän­gige Prüfstelle stich­pro­ben­artig überprüft werden.

Mustervertrag

Bestätigung Einsatzort

In den Kantonen BS und GE können aufgrund der kantonalen Gesetzgebung bestimmte Einsatzbereiche nicht gefördert werden. Einsätze ausserhalb der Schweiz werden ebenfalls nicht gefördert. Entsprechende Betriebsstunden inkl. Nachweise müssen im Monitoring separat ausgewiesen werden.